The Way You Are

you are what you are
and you can never be anything else than what you are
and what you are is beautiful, wonderful and valuable

and nothing you ever do,
think, or act
can ever change what you are

and no matter what you do,
did, and will do,
you will always be beautiful, wonderful and valuable

Kampf Den Symbolen (In German Language)

da das zeitalter der moderne zu ende ist, ist es sinnlos, kulturelle, gesellschaftliche, "politische", und weit darüber hinausgehende themen und probleme auf der intellektuellen oder vernunftsebene vermitteln zu wollen. größere gruppen wird damit nicht mehr erreichen können, nur noch ein kleiner kreis hat an so etwas interesse.

subversive, radikale ideen, gedanken, konzepte, dinge, die diese gesellschaft in frage stellen, diese gesellschaft und ihre gesellschafsordnung zerstören wollen, müssen subliminal, symbolisch, künstlerisch, medial, unterbewusst, emotional, animalisch, "psychologisch", instinktiv, vermittelt und verbreitet werden.

subversion darf nicht mehr hauptsächlich an den verstand gerichtet sein, sondern an die gefühle, das innere der menschen, und solche bereiche.

nur so kann man überhaupt noch eine größere anzahl von menschen ansprechen.

in den letzten jahren gab es einige ereignisse, die dies bestätigen.
die existenz und enthüllungen von wikileaks haben soviel aufsehen erregt, weil sie vorallem eine symbolische niederlage für die westliche gesellschaft waren. die "altlinken", die mockierten, wo denn bei wikileaks die ganze theorie bliebe bzw. ob diese fragwürdig sei, hatten im prinzip recht. nur dass halt diese art von theorie eben inzwischen völlig unwichtig ist, und der bisherige erfolg von wikileaks dies bestätigt - wohlgemerkt meine ich hier nicht den "erfolg" einzelner menschen wie julian assange, sondern, dass wikileaks es geschafft hat in aller munde zu sein und ideen zu verbreiten, die gefährlich für die herschende gesellschaft sind (bzw. sein könnten).

"anonymous" ist eine weitere organisation die in den letzten jahren einige bekanntheit erreicht hat. auch sie verwenden einige richtige methoden, sie arbeiten medial und symbolisch. das anonymous mitglied mit gesicht hinter der maske versteckt ist praktisch das gegenteil, oder zumindest sehr anders, als der stereotype "politische aktivist" zu zeiten der moderne, der, mit seinem gesicht gut sichtbar vor einer großen masse spricht.


beide organisationen haben natürlich ihre fehler und stecken wie ich finde zu einem bedeutenden teil noch in der moderne fest, grade was ihre politische ziele - oder eben die doch vorhandene theorie - angeht.
um so wichtiger ist es, sich an neue methoden zu wenden, diese zu finden und anzuwenden.

Faszination Und Schönheit

die menschen scheinen auf der suche nach etwas durchs leben zu eilen. sie probieren alles aus, liebe, rausch, geld, luxus, genuss, und doch scheint sie nichts dauerhaft glücklich zu machen. sie suchen etwas, was real und wahr ist, aber alles stellt sich irgendwann als enttäuschung raus. der partner verschwindet, der rausch verblasst, dem luxus werden sie irgendwann überdrüssig.
gleichzeitig gibt es politische, soziale, kulturelle bewegungen, die behaupten, den weg gefunden zu haben, die wahrheit zu sein, eine lösung zu präsentieren. auch wenn sie inzwischen weniger werden, beziehungsweise kaum noch wagen, all zu intensiv diese versprechen kund zu tun. aber auch diese stellen sich für die menschen nach einiger zeit als lüge und enttäuschung hinaus. wir hatten sozialismus, kommunismus, und viele andere strömungen dieser art, keine hat wirklich die lösung parat gehabt.
aber nicht nur in politik und luxus suchen die menschen nach diesen dingen, sondern eigentlich fast überall.
sie wollen etwas wahres und wahrhaftiges haben, etwas was sinn gibt und bedeutungsvoll ist, was sie zufriedenstellt.

und es gibt etwas.
etwas worauf man ewig vertrauen kann.
etwas was wirklich von bedeutung ist.
etwas was wahr ist.
schön.
was einen glücklich machen kann.
was einem zufriedenheit geben kann.
was einen nie verlässt.
worauf man immer vertrauen kann.
das wichtig ist. das wahrhaftig ist.

und es gibt nur diese eine, einzige sache, die so ist. sonst gibt es nichts, was so ist.
es ist etwas, was jeder mensch kennt, und zwar besser, als alles andere was er kennt.
von dem unbewusst jeder ahnt, wie wichtig es ist.
und was die meisten doch täglich übersehen.
wessen sie nicht die bedeutung und wichtigkeit zuweisen, die ihm zusteht.

und das bist *du*.
*du* bist real, du bist wahr, du bist wichtig.

vielleicht hast du dich an einer jugendbewegung oder politischen bewegung beteiligt.
du dachtest, die sache für die du kämpfst und dich einsetzt sei wahr und richtig.
dann stellte es sich als lüge, und du warst enttäuschst.
was war es nun, richtig oder falsch? wie konntest du sich so täuschen?

ganz einfach.
deine gefühle waren wahr.
das du der sache vertraut hast und dich dafür begeistert hast war wahr. du hast es ja wirklich so empfunden.
und deine enttäuschung war auch wieder wahr. sie war echt und wirklich.
weil du wahr warst und bist.
egal wie "falsch" die sache war.
du warst wahr, und dein empfinden auch.

oder manche menschen hören sich die musik ihrer jugend an, und sind älter geworden.
es kommt ihnen dann manchmal lächerlich vor, dass sie für diese musik und deren künstler und die ideale die damit verbunden waren, geschwärmt haben.
gleichzeitig spüren sie, dass dies einfach als jugendliche schwärmerei ab zu tun nicht das ganze sein kann.
warum? weil es durch sie *wahr* war.
sie haben der sache bedeutung und wichtigkeit gegeben. und als sie älter wurden, diese wieder entzogen.

weil es in der macht jedes menschen steht, den dingen schönheit und bedeutung zu geben - oder auch nicht.

wenn du also etwas suchst, was dich glücklich machst, und wichtig ist, ausser dir - nach etwas wundervollem und wichtigem im leben. wenn es für *dich* wichtig ist und es dich glücklich, dann ist es auch schön und wichtig, egal was dagegen spricht oder andere sagen. weil *du* wundervoll und wichtig bist.

Buchtip: Franquin - Schwarze Gedanken (In German Language)

ein samurai begeht seppuku. sein bauch ist aufgeschlitzt, seine gedärme quellen heraus. auf seinem dickdarm prangt ein tennisball-großes geschwür. entsetzt schreit er auf. oh nein, ein tumor!


diesmal will ich das buch "schwarze gedanken" des zeichners franquin vorstellen. diesmal handelt es sich um ein comicbuch. die eben vorgestellte szene ist gleich das eröffnungsbild.

doch erst etwas über franquin. franquin war einer der wichtigsten autoren des frühen europäischen comics.
unter anderem ist er für seine werke bei gaston, spirou&fantasio oder dem marsupilami bekannt.
ursprünglich handelt es sich bei seinen werken also eher um leichte, für kinder ausgerichtete lektüre.
mit "schwarze gedanken" hat er jedoch einen sehr düsteren und zynischen bildband verfasst.

auf dutzenden seiten werden leute zerhackt, in die luft gesprengt und andersweitig verstümmelt.
dies jedoch meist in einem gesellschaftskritischen rahmen. ein mörder wird zum tode verurteilt. alles wehren hilft nichts, er wird zum schafott gebracht. denn das gesetz besagt: wer willentlich einen anderen menschen umbringt, muss sterben. nach dem ihm der kopf abgetrennt wurde, kuckt sich der henker um. hinter ihm steht eine unendliche reihe von weiteren schafotts, die erstmal ihn, und dann die anderen henker köpfen werden. denn: wer willentlich einen anderen menschen tötet, muss umgebracht werden.

der zeichenstil ist sehr interessant, franquin verwendet ausschliesslich schwarz für sämtliche darstellungen, der hintergrund ist weiss, keinerlei farben. im prinzip ist alles eher im cartoon-stil gezeichnet, schwarze gedanken ist also ein früher vertreter von dem was ich cartoon-gore nenne, also explizite gewaltdarstellungen im cartoon-stil, wie es sie z.B. wesentlich später bei den happy tree friends gab.

für heutige verhältnisse ist die gewalt und der splatter natürlich recht harmlos. da stellt sich die frage, was ist die relevanz und bedeutung des comics für heute?

ich finde es als zeitdokument interessant. franquin war wie gesagt ein bedeutender vertreter des frühen, "harmlosen" europäischen comics. schwarze gedanken kam zu einer zeit herraus, als dagegen der böse, surreale, abstrakte europäische "underground" comic bereich (möbius, heavy metal, etc...) immer mehr an bedeutung gewann. schwarze gedanken passt also gut in diese phase des übergangs.
daß franquin sich durch diesen bildband sozusagen selber noch dieser neuen szene anschloss oder zumindest in die selbe richtung ging hat auch etwas cooles, sozusagen ein beitrag zu einem sieg über die kitsch-comics der frühen jahre.

für mich fiel die lektüre des comics eben auch in meine eigene übergangsphase von kinder- zu erwachsenen-comics, und war für mich auch ein wichtiger moment, eins von vielen dingen das mich erahnen, daß ich mit meiner ultradüsteren weltsicht vielleicht doch nicht so alleine bin.

es gibt aber noch andere dinge die an "schwarze gedanken" hervorzuheben sind und den comic auch heute noch gut dastehen lassen.

bei der expliziten splatter und goredarstellung einiger heutiger comics hat man manchmal das gefühl, das hier "splatter des splatter wegen" betrieben wird, um zu schocken oder eindruck zu schinden, die verkaufszahlen zu erhöhen.
schwarze gedanken ist aber *wirklich* böse. man hat nie den eindruck, daß er nur affektiert oder zuschaustellen ist, sondern das sich dahinter wirklich eine sehr gemeine, zynische weltsicht verbirgt.

das zweite ist eine bestimmte einstellung die sich hinter dem buch verbirgt. es geht oft ganz gezielt in eine bestimmte richtung. die menschen die in ihre einzelteile zerlegt werden sind oft militärs, politiker, konservative, grossindustrielle. meist durch eine clevere art, die die sozialen strukturen und lügen der gesellschaft gut durchschaut. dies ist etwas, was ich bei heutigen comics vielfach vermisse.

ein demonstrationszug gegen die todesstrafe zieht durch die strassen. ein spießer lehnt sich aus dem fenster, und brüllt und flucht gegen die vermeintlichen weicheier an. dann fällt auf einmal des fenster zu, und sein kopf purzelt sauber abgetrennt der strasse entgegen.

http://www.amazon.de/Schwarze-Gedanken-Andr%C3%A9-Franquin/dp/3551764778

Anarchie (In German Language)

anarchie ist die einzige sinnvolle art, eine gemeinschaft zu organisieren.
ich wollte mal einige punkte und oft gehörten einwände gegen die anarchie ansprechen.
es wird gesagt die menschen seien von grund auf schlecht, und müssen deshalb kontrolliert werden, brauchen eine übergeordnete authorität die sie in schach hält.
ich denke aber im grunde sind die menschen durchaus in der lage und daran interessiert, zusammenzuleben ohne das alles in "chaos" abgleitet.
es wird immer gesagt die menschen würden wenn sie denn die möglichkeit hätten, und nicht durch polizei und armee gehindert werden, gewaltätig werden, anfangen anderen zu schaden, sie unterdrücken usw.
aber ist dieses menschenbild wirklich realistisch?
wenn du eine mit einer gruppe auf einer insel gestrandet bist, und erst nach 7 tagen gerettet würdest. würdest du dann die ganze zeit denken, die anderen könnten dich jederzeit überfallen, umbringen und ähnliches? wohl kaum. das wär vielleicht eine handlung für einen film, aber in der realität würde man nicht davon ausgehen.
ich denke schon, dass die meisten menschen an einem zusammenleben ohne größere konflikte interessiert sind.
wobei ich diesen satz auch schon wieder zurücknehmen muss. denn es gibt auch konflikte, die sinnvoll sind und sich auch nicht ausschalten lassen. das z.B. die armen, wenn es keine polizei mehr gäbe, sich einen teil des besitzes aneignen werden, ist sehr wahrscheinlich und vermutlich unausweichlich. aber das ist auch kein problem,
da der besitz momentan ungerecht verteilt ist, und dadurch dann ein (vermutlich notwendiger) ausgleich geschaffen wird.
das sind dann wiederum genau die sachen, die die gegner der anarchie befürchten, und da zeigt sich, dass die argumentation für polizei und armee sich garnicht darum dreht, die bevölkerung und die menschen ansich zu schützen, sondern nur die unverdienten privilegien der reichen und mächtigen notfalls mit brutaler gewalt zu "verteidigen".
die menschen müssen nichtmal "gut" sein, damit anarchie funktioniert. grade wenn sie schlecht und egoistisch sind, wäre die anarchie sinnvoll.
ein egoistischer mensch der auf seinen selbstgewinn bedacht ist, wird sich überlegen, ob er wirklich konflikt und gewalt wählt, auf die gefahr dadurch selbst viel, sogar sein leben, zu verlieren, oder ob er nicht versucht, sich mit seinen nachbarn und mitmenschen zu arrangieren um sein eigeninteresse weiter fortzuführen.
übermässige gewalttätigkeit ist sozusagen nur was für "idealisten", aber nicht für egoisten.
abgesehen davon. wenn der mensch schlecht ist, dann ist er das eben. niemand würde auf die idee kommen, alle wölfe zu überwachen, da sie sonst andere tiere töten würden. genau ist es beim mensche. wenn der mensch eben "des menschen wolfe" (also der feind des menschen) ist, wie im berühmten zitat, und sozusagen sein daseinszweck ist anderen zu schaden, dann soll er es eben sein, und dann hilft auch keine hierarchie und polizei mehr.

davon abgesehen, gibt es für die hierarchie auch keine rechtfertigung. wie gesagt, es wird behauptet der mensch sei im grunde schlecht und müsse kontrolliert werden. in diesem satz steckt aber ein unglaublicher fehler.
wer kontrolliert denn die menschen? eben auch wieder die menschen. die kontrolleure - polizei, staat, armee - besteht aus menschen, aus den gleichen "schlechten", "egoistischen" menschen vor denen gewarnt wird.
staat und hierarchie ist praktisch so, als gäbe es eine gruppe kinder, die sich dauernd verprügeln, und man gäbe dem größten schläger davon dann einen schlagstock in die hand, und sage ihm er hätte jetzt die kontrolle über die gruppe. unwahrscheinlich, dass sich dadurch die gewalt und ungerechtigkeit einschränken.
wie kommt es überhaupt zu so einer unsinnigen aussage?
das liegt in der geschichte der hierarchie verborgen. früher würde eben nicht gesagt, dass die bevölkerung von "menschen" kontrolliert werden sollte, zumindest nicht von menschen wie du und ich. die könige und herscher galten als von gott oder göttern auserwählt, praktisch zu ein anderer spezies gehörend, als die bevölkerung. als ewig gut und nur das gute im sinn, und dadurch gerechtfertigt, die bevölkerung zu "leiten". heute wissen wir aber, dass die politiker und authoritäten nicht "ewig gut" sind und nur das gute im sinn haben. insofern macht diese rechtfertigung der hierarchie keinen sinn mehr.

die anarchie wäre eine wesentlich bessere form des zusammenlebens für die menschen. ich denke schon das die menschen dazu fähig sind. und im grunde würde es allen nutzen. die vorteile, die freiheit, das glück, die möglichkeiten die die anarchie den menschen geben würde sind nahezu unendlich.

Perfection

you and everything about you is perfect. the only imperfection is that you fail to see this. but even that is not imperfect.

Die Geschichte Der Musik (Der Letzten Jahrzehnte) (In German Language)

Die Geschichte der Musik lässt sich eigentlich auf eine einfache Aussage bringen: im Laufe der Jahre werden
Geräte hinzugefügt. Die nächsten Jahre werden dann wieder Geräte weggenommen. Dann werden wieder Geräte hinzugefügt. Usw.

Beispiel Rockmusik: die Rock- und Beatmusik der 60er Jahre war zuerst recht schlicht gehalten: Schlagzeug,
Gitarren, Gesang. Die nächsten Jahre entstand dann Prog Rock, Psychedelic Rock, usw, und da wurde alles komplexer: elektronische Orgeln, die ersten Synthesizer, Effektgeräte und noch viele weitere Instrumente kamen dazu. In den 70ern Jahren nervte diese Komplexität und der Umfang die Leute wieder, und die Geräte wurden wieder weggenommen: 70er Punkrock beschränkte sich meist auf Gitarre, Bass und Schlagzeug. Aus Punk entstand Postpunk und New Wave, und da kamen dann wieder ganz viele Geräte dazu: Synthesizer, Drum Machines, usw. Nachdem diese Musik dann im Effekt-wahn des Shoegaze etc. Ende der 80er / Anfang der 90er ausartete, kam mit Grunge und Alternative rock wieder Musik auf, die sich wieder auf die Standard-instrumentierung beschränkte: Gitarren, Bass, Drums.

Beispiel Dancemusik:
Die elektronische Dancemusik(wenn man sie so nennen will) im Postpunk/Experimental Umfeld Ende der 70er / Anfang der 80er war extrem schlicht gehalten. Meist nur Drummachine und Bassline, dazu dann etwas gesang (Geschrei) und eingespielte Synthesizer Sounds. Mit Entwicklungen wie Italo-Disco und anderen Genres enstand dann im Laufe der 80er ein kompliziert produzierter "Bombast"-sound in der Dance Musik, mit unzähligen Synthesizern, Effekten, Samplern usw. die eingesetzt wurden, auf Tracks die mit unmengen an Spuren produziert wurden.
Mit Detroit Techno und Acidhouse mitte der 80er war dann wieder der komplette Gegenpol gesetzt: es wurde sich wieder auf eine minimale Instrumentierung beschränkt, die Drums und "einfache" Synthesizersounds standen wieder im Vordergrund.
Daraus entwickelte sich dann Techno. Dann wurde in den 90ern die Produktion wieder aufwendiger: Trance und Hardtrance hatten wieder unzählige Sounds und Spuren gleichzeitig, die teilweise sehr komplex arrangiert wurden.
Danach wurde mit Entwicklungen wie Minimal usw. der Sound wieder beschränkt.